SHIFTING – Peter Wackernagel & Annekatrin Döll

SHIFTING – Peter Wackernagel & Annekatrin Döll

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SHIFTING

Peter Wackernagel & Annekatrin Döll

26. August bis 21. Oktober 2017

Vernissage: Samstag, 26. August, 17.00 Uhr

Begrüßung: Matthias Lehmann
Einführung: Barbara Buchmaier

Kunstverein Meißen
Markt 9
01662 Meißen

Öffnungszeiten:
dienstags bis freitags 11 – 18 Uhr und samstags 10 – 15 Uhr

Der Kunstverein Meißen präsentiert vom 26. August bis zum 21. Oktober in der Ausstellung “SHIFTING” bildhauerische Arbeiten von Peter Wackernagel und Annekatrin Döll.
Die Farbtöne blau, rot und gelb sind nebeneinander angeordnet, ein kleines Zwölfeck taucht neben einem Heiligenschein aus Blattgold auf, eine Form, die an das Symbol von Rettungswesten auf Schiffen erinnert, ist mit einer Milchmasse ausgegossen – es sind einige Bestandteile der Installation Annekatrin Dölls. Die Schönheit der Natur trifft auf die konstruierte, künstliche Form. Grundfarben werden bestimmten Gefügen zugewiesen. Organische Materialien entwickeln sich. Wir wohnen im Ausstellungsraum einem Moment des Innehaltens, einer optischen wie auch inhaltlichen Verschiebung bei.
Weiße Flächen und schwarze Linien stoßen aus der Ebene der Wand heraus. Die scharfen Kanten der Gebilde scheinen in den Raum zu schneiden und lassen das Auge in aufgefaltete Zwischenräume gleiten. Peter Wackernagels Formen befinden sich in einem Zustand zwischen Körperhaftigkeit und Flächigkeit. Weitere Linien verlieren sich in schemenhaften Verläufen von Hell und Dunkel. Sie bilden die Schatten unbestimmter Objekte und wie durch ein Fenster aus Milchglas erahnen wir die Tiefe eines erdachten Raumes.
Peter Wackernagel und Annekatrin Döll haben an der Hochschule für Bildende Künste Dresden ihr Studium der Bildhauerei und bei Prof. Martin Honert ihren Meisterschüler absolviert.

Peter Wackernagel (*1984 in Magdeburg) entwickelt seine Arbeiten im virtuellen Raum mit computergestützen Entwurfsverfahren. Aus zusammengesetzten unregelmäßigen Flächen bildet er Formen, die er dann als Objekte oder grafische Arbeiten ins Reale umsetzt. Licht und Schatten, Auf- und Abfaltungen sowie die Überlagerung räumlicher Strukturen sind wesentliche form- und raumgebende Mittel. Im Wechselspiel zwischen Linien, Flächen, realem und virtuellem Raum verschiebt er die Dimensionen und möchte Räume jenseits unserer gewohnten Wahrnehmung erahnen lassen.

Annekatrin Döll (*1986 in Eisenach) verändert und verknüpft Artefakte des realen Raumes. Es sind Natur- und Kulturgegenstände, grafische Zeichen und Begrifflichkeiten, die ihren Ursprung etwa in Bereichen wie Meer, Gestein, Architekturen und Landschaften haben. Sie entzieht sie ihrer bekannten Bedeutung und setzt sie in neue Zusammenhänge.
In raumgreifenden, oft fragilen Installationen bildet Annekatrin Döll den Moment des Transits ab, in welchem sich das eine in das andere optisch und inhaltlich verwandelt. Gebrauchsgüter erleben einen Materialaustausch, Kulturtechniken erfahren neue Funktionen und Symbole verändern ihre Bedeutung – die Verfälschung bringt die Täuschung mit sich.

www.kunstverein-meissen.de
www.annekatrindoell.de